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Unsere eigenen Märchengedichte (Juni 2010)

 Wir haben uns intensiv mit Märchen befasst: eigene Märchentexte verfassen, Theater spielen, filmen, lesen (natürlich), erzählen und zeichnen. Hier sind als Leckerbissen einige Gedichte, selbst geschrieben, manchmal mit sanfter Hilfe.

Hänsel und Knödel,

die gingen in den Wald,

nach längerem Geröchel

rief Hänsel plötzlich Halt.

 

Sie kamen zu einem Häuschen

und fanden dort ein Häufchen.

Plötzlich tönte laut es BUMM

und eine Hexe lief herum.

 

Sie guckte aus dem Häuschen

und Hänsel lief wie ein Mäuschen.

Er wollte schnell nach Haus,

doch die Hexe packt ihn, oh Graus.

 

Die Hexe wollte Hänsel braten,

zum Glück fiel sie in den Garten.

Hans und Gretel gingen nun nach Haus

und so ist das Märchen aus.

 

Hänsel gab Gretel einen Kuss

und drum ist nun Schluss.

Siro und Kris

 

Der Wolf und die sieben Geisslein

Eine Geiss mit sieben Jungen

ist in den Wald gesprungen.

Sie wollte Futter für die Kleinen holen

und fürchtete den Wolf auf seinen leisen Sohlen.

 

Die Geisslein sind zuhause ganz allein,

der Wolf kann zum Glück nicht ins Haus hinein.

Plötzlich klopft es an die Tür,

ist schon wieder Zeit dafür?

 

Die Geisslein meinen, Mutter ist’s

wissen nicht, dass Wolf sie frisst.

Nur ein Junges war ganz keck

und hat sich in der Uhr versteckt.

 

Der Wolf mit seinem Bauch so schwer

freut sich auf ein Schläfchen sehr.

Die Mutter denkt: „Oh, welch ein Chaos!“

Nur das Kleinste hüpft ihr auf den Schoss.

Zusammen suchen sie den Wolf ganz schnell

und schlitzen auf sein dickes Fell.

 

Die Geisslein hüpfen glücklich aus dem Wolf hinaus

und stopfen ihm den Bauch mit Steinen aus.

Der Wolf kann nicht mehr laufen,

drum wird im Bach er bald ersaufen.

Yvo

 

Es waren sieben Geisslein

sitzen in dem Häuselein.

Da kam ein Wolf

vom Golf

und half nicht nur dem Rolf.

Die Sieben fragen

sich seit Tagen

Was will der Golfe-Wolf wohl?

Der Wolfe-Golf wohl?

Der Golfe-Wolf,

der Wolfe-Golf

riefen sie laut

bis unter die Haut.

Der Wolf sprang wütend im Gang

so dass die Wand

wackelt wie ein Band.

Die Geisslein wackeln mit dem Schwanz

und hüpfen rundherum im Tanz.

Der Wolfe-Wolf

Der Wolfe-Wolf

fiel unter die Wande-

Bande.

Da kam der Jäger gar

und traf genau wie Haar

trifft den Wolfe,

den Golfe.

Michelle Z

 

Mit dem Kuss

ist Schluss

ich muss zum Fluss

mit dem Bus.

Nur bei der Hecke voller Rosen

seh ich tote Hosen.

Rosen nur mit Dornelein

die sind gar klein.

Sticht mich eine,

schlafe sofort ein.

Schläft auch eine Maus

die bringt ne Laus

knackt mir den Schlaf

mit der Nas’

raus zum Fluss

dort erst kommt der Kuss.

Hüpft ein Läuschen

und sucht sich ein Häuschen.

Im Häuschen ist eine Rose

steckt in der Hose.

Habe Angst

und Bang

tagelang,

kommt eine Schlange her

und rettet mich so sehr.

Chiara

 

Hänsel und Gretel verliefen sich im Wald

und die Hexe, die kommt auch bald.

Hans und Grete knabbern von der Wand.

Aus dem Fenster kommt plötzlich eine Hand.

 

Die Hexe, die lockt die Kinderlein

in ihr Häuschen rein.

In diesem Häuselein

leben viele kleine Mäuselein.

 

Die Hexe will Hänsel braten,

doch Gretel hat’s erraten.

Die Hexe schaut das Fingerlein,

der Hans streckt hin das Knöchelein.

 

Die Hexe will Hans in den Ofen stecken

um die Gretel zu erschrecken.

Der Hänsel, ach so klein,

die Gretel schubst die Hex hinein.

 

Die Kinderlein machen sich auf nach Haus

die Hexe schreit und schreit, oh Graus, oh Graus.

Die Kinder tauchen vor dem Walde auf.

Der Vater springt in vollem Lauf.

Jannine R

 

Die Prinzessin auf der Erbse

Bei schlechtem Wetter kam ins Schloss herein

eine Prinzessin, oh, wie fein.

Vielleicht ist es eine,

vielleicht auch keine.

Das wollen wir wissen,

drum eine Erbse unters Kissen.

Die ganze Nacht ist ohne Schlaf

ach, welch eine bittere Straf.

Der Prinz war voller Glück,

die Prinzessin kann nicht mehr zurück.

Ach, Prinzessin, mach dir doch nichts draus,

er ist ja keine Fledermaus.

Die Hochzeit fand nun statt

wie’s geschrieben ist auf diesem Blatt.

Svenja

 

Hänsel und Gretel

die waren bettelarm

hatten Hunger wie ein Mäuschen

bis tief in den Darm

klopften an ein Häuschen

da war es doch so warm.

Sie holen sich den Wagen

ohne wen zu fragen

den Besitzer tot sie schlagen

das ist nicht sehr nett.

Doch leider war er zu fett.

Fabio

 

Als Rotkäppchen erwacht

ist es schon dunkle Nacht.

Die Sonne steigt hoch.

Rotkäppchen sieht einen Molch.

 

Da wird sie ach so nass,

die Mutter voller Hass.

Auch Kuchen und Wein,

das muss sie lassen sein.

 

Der Wolf ist voll mit frischem Frass

Der Jäger bald vor ihm sass.

Er platzte in das Haus hinein,

doch wo kann das Mütterlein sein.

 

Es sucht der Jäger gar sehr,

den Wolf findet er nicht mehr.

Dafür nach einer Stunde

ist das Häuschen voll am Grunde.

Michelle V

 

Alle sieben von den Zwergen

leben hinter den sieben Bergen.

 

Am Morgen liefen sie raus

aus ihrem Haus.

 

Im Walde suchen sie Steine

und finden nur tote Beinen.

 

Der fünfte Bruder lag im grünen Gras

zum Glück nicht mitten auf der Strass.

 

Sie kamen an ihr Häuschen

da rannte hinein ein Mäuschen.

 

Sie schliefen noch nicht ein

tranken gar viel Wein.

 

Endlich schliefen sie ein

und schnarchten wie ein Schwein.

 

Erst als sie tranken Tee

kam herbei eine gute Fee.

 

Sie wünschten lauter Sachen

die musste die Fee nun machen.

 

Die Wünsche waren schwer

sie musste schwimmen übers Meer.

 

So wurden sie die Fee los

und fanden eine Hütte aus Moos.

 

Dort drin arbeiteten Ameisen,

drum machten die Zwerge sich auf Reisen

 

und schwammen aus lauter Not

übers Meer mit ihrem Gummiboot.

Tristan

 

Als Schneewittchen kam zur Welt

starb die Mutter elend ohne Geld.

Die Stiefmutter will das Kind nun töten

und ruft herbei den Jäger, den blöden.

 

Schneewittchen rennt hinaus in den Wald,

dort hat sie tüchtig kalt.

Kommt endlich zu einem Haus,

da ist das Frieren aus.

 

Dort bei den sieben Zwergen

und hinter den vielen Bergen

klopft sie an,

doch  niemand geht ran.

 

So geht sie dann hinein

auf ihrem Bein, ganz allein.

Isst aus jedem Tellerlein

trinkt aus jedem Becherlein.

Schläft ein,

ganz fein.

 

Wir lassen sie sein.

Lars

 

Frau Holle

Es schrie das Brot

ich werde sonst noch rot

nimm mich hier raus

sonst frisst mich noch die Maus

ach wie war das heiss

gibt das hier wohl einen Preis?

Jeannine

 

Dornröschen

Das Schloss versteckt sich hinter Hecken

im Turmzimmer gibt es keine Ecken.

Wie tot liegt das Kind mit blutigem Finger.

Draussen schlafen alle Kinder.

So geht es für den Prinzen sehr viel ringer.

Jeannine

 

Frau Holle ging in den Garten

und musste lange warten.

Sie war alt und schwach

und legte bald sich flach.

Sie schuftete Tag für Tag

und machte sich aus Gold ein Grab.

Ein böses Kind ging zu Frau Holle

und machte ihr Leben zu einer Hölle.

Das schöne Kind aber war so nett

und wirklich gar nicht fett.

Adrienne

 

Hänsel und Gretel verliefen sich im Wald,

sie hatten Hunger, Durst und auch so kalt.

 

Sie kamen zu einem Knusperhaus,

dort schaute eine Hexe raus.

 

Die Hexe hatte eine lange Nase

und Zähne wie ein alter Hase.

 

Sie sperrte Hänschen ein,

Gretel schrie laut NEIN.

 

Sie wollte Hänsel in den Ofen stecken,

doch Hänsel und Gretel konnten sie noch erschrecken.

 

Sie schubsten die Hexe in den Ofen rein,

da konnte sie nur noch schrein.

Jacqueline

 

Hänsel und Gretel

verliefen sich im Wald.

Dort war es eisig bitter kalt.

Endlich rief Gretel HALT.

 

Sie kamen zu einem Häuschen

aus Pfefferkuchen fein.

Heraus schaut die Hexe und ruft sie süss herein.

Da gingen der Hans und s’Gretelein hinein.

 

Als sie drinnen waren,

wurden sie gefangen mit Haut und Haaren.

Die Hexe sperrt den Hänsel hinter Gitter,

ach, da weint Gretel wirklich bitter.

 

Ihn will sie braten im Ofen wie Brot,

bald ist der Hänsel tot.

Die Hexe schaut in den Ofen rein,

da stossen sie Hans und Gretelein.

 

So muss die Hexe braten

die Kinder rennen aus dem Garten.

Nun ist das Märchen aus

die Kinder gehen nach Haus.

Dario

 

Rotkäppchen ging in den Wald,

da war ihm bald schon kalt.

Es traf dort einen Wolf,

der spielte grade Golf.

 

Sie rannte vor ihm weg,

doch das hatte keinen Zweck.

 

Der Wolf, der holt sie ein

und stellt ihr fies ein Bein.

 

Rotkäppchen fällt in den Dreck,

da war ihr rotes Käppchen weg.

 

Und die Moral von der Geschicht:

trau einem Wolf beim Golfen nicht.

Kim

 

Das Teufelchen aus der Hölle

Es brüllt der grosse Amodis:

„Du bist nicht bös und auch nicht fies!

Und bist du auch nicht arrogant,

so wirst du bald verbannt.

 

Also mach schnell eine schlechte Tat,

dies ist mein letzter Rat.

Und wenn du das nicht schaffst,

so wirst du wirklich heiss gewachst.

Also wehe – wenn nicht,

du kleiner Wicht.“

Und dies ist das Ende vom Gedicht.

 

Doch halt!

 

Denn in dieser Wachsfigur

wuchs er nur und nur.

So wurde er zum Riesen pur.

 

Gar grösser wird er als der Amodis,

so kriegt der ganz doll Schiss.

Nico