zurück zur Titelseite

Als die Welt noch jung war

Kris

Text zum schweizerischen Erzähltag vom 13. November 2009

 

Ein Baum wohnte auf der Sonne. Eines Tages wurde ihm zu heiss auf der Sonne. Der Baum wanderte deshalb auf einem Sonnenstrahl hinunter bis zum Ende des Strahles. Dort blieb er Tag und Nacht, etwa drei Jahre lang. Nach dieser Zeit kamen etwa neun Eier zur Welt. Es kamen aber Aliens, welche die Eier stehlen wollten. Die Sonne gab mehr Wärme und noch mehr, so dass es die Aliens nicht mehr aushalten konnten. Sie flogen also mit dem Raumschiff weg, gaben aber noch nicht auf. Gleich als die Sonne ihre Wärme wieder zurückgenommen hatte, kamen die Aliens wieder und stahlen die neun Eier. Die Sonne bemerkte es zu spät, denn die Aliens waren bereits wieder auf dem Rückweg. Auf ihrer Reise verloren sie aber die Eier und aus dem einen Ei schlüpfte die Erde. Die anderen Eier wurden zu Menschen. Die Erde wuchs und wuchs und wurde so gross, dass die Menschen darauf leben konnten. Weil es aber noch kein Land gab, mussten sie auf Steinen leben. Zum Glück gab es dann bald Land, weil die Sonne sehr viel Wasser aufgesaugt hatte und so Land entstand. Die Menschen kriegten Kinder, die Babys wurden zu Erwachsenen, bekamen wieder Babys und so weiter.... Sie alle bauten noch Häuser und so wurde das, was wir heute die Erde nennen.


 

Als die Welt noch jung war

Jannine R

Text zum schweizerischen Erzähltag vom 13. November 2009

 

Es war einmal ein Glühwürmchen, das war ganz nett und konnte sich auch gut benehmen. Es wohnte auf der Milchstrasse. Es hatte einen magischen Rucksack und besass einen Zauberstab. Mit dem Rucksack konnte es sehr viel machen, zum Beispiel hatte es ein Sandwich darin, aber ein sehr kleines, das konnte das Glühwürmchen dann gross zaubern. Das Glühwürmchen hatte auch eine Freundin, sie hiess Venus. Die Venus und das Glühwürmchen verstanden sich gut. Eines Tages nahm das Glühwürmchen etwa fünf Fussbälle aus dem Rucksack und zauberte sie gross. Es nannte die Bälle so: Pluto, Saturn, Erde, Mond, Uranus, Jupiter. Danach reiste das Glühwürmchen zu allen Planeten und machte sich Notizen. Als es zur Erde kam, fand es, dass sie ganz leer und dunkel war. So verstreute das Glühwürmchen seinen Glühsand und daraus wurde die Sonne. Dann zauberte es  noch Sterne. Plötzlich entdeckte es eine Sternschnuppe und es wünschte sich einen Freund, der auch zaubern konnte. Und tatsächlich tauchte neben ihm noch ein Glühwürmchen auf, das auch zaubern konnte. So zauberten die beiden einen Garten mit Bäumen und Blumen, Felder mit Getreidearten und Tiere. Nun zauberten sie noch ihre Spucke gross und machten daraus die Meere. Zum Schluss zauberte das Glühwürmchen noch einen Mann in ein Haus hinein. Dieser Mann war aber so traurig, weil er alleine war. Und darum zauberte es noch eine Frau. Die beiden Menschen hatten Kinder, die Kinder hatten wieder Kinder und so wurde es ein riesiger Stamm. Die Menschen bauten Häuser und erfanden CD, Video, Fernseher und noch vieles andere. Aber dann mussten sie allen Tieren noch Namen geben und das war nicht so einfach. Endlich aber sassen die drei Freunde, die Glühwürmchen und die Venus, zusammen an einem Tisch und tranken Kaffee. Wieder tauchte eine Sternschnuppe auf und alle drei wünschten sich das gleiche, nämlich, dass sie immer Freunde bleiben würden und dass alle Menschen Freude am Leben haben können.


 

Als die Welt noch jung war

Lars

Text zum schweizerischen Erzähltag vom 13. November 2009

 

Es lebte einmal ein sehr grosses Huhn. Dieses Huhn hatte ein Ei gelegt und aus diesem Ei kam Gott. Das Huhn lege immer noch weitere Eier. Aus dem einen kam die Welt, eines war der Mond und das letzte Ei wurde zur Sonne. Aber die Lebewesen fehlten noch. Alles hatte es ausser Lebewesen. Der Gott bat deshalb das Huhn um Lebewesen. Die Lebewesen waren in sehr speziellen Eiern. Diese Eier waren grün und hatten die Form von einem Dinokopf. Von jedem Lebewesen hatte es drei gegeben. Gott war aber immer noch traurig. „Es hat keine Menschen“, sagte Gott. Eines Tages sagte das Huhn zu ihm: „Ich kann noch ein Lebewesen machen.“ Gott glaubte, dass nun ein Mensch in dem Ei sei. Es hatte aber einen Zentaur im Ei. Ein Zentaur ist ein Mensch und gleichzeitig ein Pferd. Gott war sehr zufrieden. Der Zentaur legte kleine Eier, darin waren Samen für die Pflanzen. Aber Gott wollte Menschen. Nach sieben Jahren kam wieder das Huhn und sagte: „Ich gebe dir die Menschen, wenn du mir die Macht gibst.“

Gott brüllte: „Niemals!“

Das Huhn erschrak so sehr, dass es gleich ein weiteres Ei legte und gackerte: „Da hast du nun deine Menschen.“ Gott bedankte sich und gab dem Huhn die Macht. Das Huhn legte noch ein letztes Ei. Daraus entstanden der Regen, das Gewitter, die Hitze und der Schnee.


 

Als die Welt noch jung war

Kim

Text zum schweizerischen Erzähltag vom 13. November 2009

 

Am Anfang war nur Gott. Er langweilte sich Tag und Nacht. Immer sass er auf der Erde, die er seinen Garten nannte, und hatte endlich eine Idee.

„Ich pflanze einen Baum in meinem Garten.“

Er tat es und wusste nicht, dass der Baum Knospen hatte. In diesen Knospen befanden sich Menschen, Tiere und Delfine, alle möglichen Wassertiere, Vögel und noch einige mehr. Nach tausend Jahren langweilte sich Gott noch immer und ging wieder zum Baum. Da sah er, dass der Baum Blüten trug. Er fand ihn so schön, dass er noch viele Bäume mit solchen Knospen pflanzte. Aus denen wurden Früchte und vieles andere zum Essen, dann auch die Menschen und weitere Tiere. Nach wieder tausend Jahren sah Gott in seinem Garten ein Wesen, das er nie zuvor gesehen hatte. Nein, es waren ganz viele Wesen. Gott freute sich, er war nicht mehr gelangweilt. Er fragte eines dieser Wesen: „Wer seid ihr? Und wo kommt ihr her? Wollt ihr Krieg?“

„Nein, wir sind die Menschen und wir sind aus den Knospen deines ersten Baumes geschlüpft. Du hast uns erschaffen, in den anderen Bäumen wächst Essen und Tiere. Deswegen dienen wir dir.“

„Oh, ihr seid so nett, deswegen werde ich euch helfen. Ich werde euch beschützen und werde immer für euch da sein. Ihr müsst mich  nur rufen.“

Und so war es auch. Gott half ihnen bei allem. Und dies war der Anfang der Welt.


 

Als die Welt noch jung war

Sabrin

Text zum schweizerischen Erzähltag vom 13. November 2009

 

Auf der Erde sagen alle, dass die Menschen von den Affen abstammen. Nur ein Mensch sagte, dass es Gott war. Aber wie denn, wollten die anderen wissen. Er pinkelte den Hang hinunter, daraus entstanden die Vulkane. Aus Kacke wurden die Menschen, aber das Rülpsen ist das Gas aus dem Vulkan. Daraus wird die Luft und nun ist das Rülpsen der Wind. Und wenn Gott den Schluckauf hat, dann ist das Donner und Blitz. Die Bäume sind aus Wurzeln und der Stamm aus seinen Nasenhaaren, ach, wie das stank! Wenn er redet, dann reden die Menschen und sonst nicht. Die Erde hat Gott gehört. Zuerst war sie einer von tausend Meteoriten. Sie wurde alt und grässlich. Als aber Gott einzog, wurde sie „Erde“ genannt und wurde die schönste Erde, die es im Weltall gibt. Sie trug die Farben Grün, Braun, Schwarz, Blau und Weiss. Und seht euch das mal an, hier ist Europa, Amerika, England, Afrika und noch so weiter. Es ist gut hier und du lebst selber darin. Aber in den Himmel kommt man nur noch, wenn man anständig ist und die Bösen kamen zum Teufel. Das wird kein Spass sein für die Menschen.


 

Als die Welt noch jung war

Mayara

Text zum schweizerischen Erzähltag vom 13. November 2009

 

Gott sagte: „Ich will einen Ball mit verschiedenen blauen Tüpfchen und gelb und grün. Dann kann ich endlich spielen.“ Lange spielte er mit dem Ball und endlich wurde es langweilig für ihn. Er wollte nun einen Kumpel und so machte er einen Menschen. Er spielte mit ihm und zuletzt setzte er ihn auf seinen Ball. Er sprach zu ihm: „Da kannst du nun ein Haus bauen.“ Der Mensch machte das. Gott aber sprach: „Und da hast du noch eine Frau. Viel Spass!“ Aber Gott sagte, er wolle ein Haustier und machte sich ein Tier. Es war ein Wolf. Der Wolf sagte: „Ich will auch einen Kumpel.“ Gott war einverstanden und machte ihm einen Hund. Der Hund und der Wolf spielten zusammen. Gott hatte das irgendwie gewusst, dass das passieren würde. Der Mensch hatte seine Frau, der Hund war mit dem Wolf zusammen, nur Gott war immer noch alleine. Was sollte er bloss tun? Gott fand einen Samen. Er setzte ihn in die Welt  und gab dem Pflänzchen jeden Tag Wasser. Aber es wuchs so gar  nicht.

„Hmm... Ich glaube, es braucht Wärme.“

Und so entstand die Sonne. Gott merkte, dass man nicht schlafen konnte, wenn es immer hell war. Also legte er eine weisse Decke über die Sonne, aber es war immer noch zu hell. So fügte er einen weissen Mond hinzu und hatte so die ganze Welt erschaffen. Nur etwas hatte er noch vergessen, nämlich den Sand. Und so machte er noch den Sand.

 

Ende

 

Als die Welt noch jung war

Siro

 

Text zum schweizerischen Erzähltag vom 13. November 2009

 

Es war einmal ein Wolf. Er lebte mit seiner Wolfsfrau zusammen. Der Wolf und seine Frau hatten sechs Kinder. Eines Tages zog ein anderes Pärchen hinzu. Sie wünschten sich so sehr ein Kind. Dann endlich wurde es geboren. Doch es war kein Wölfchen, sondern ein Mensch. Die Mutter des Menschen war sehr erstaunt, was sie da auf die Welt gebracht  hatte. Als der Mensch heranwuchs, ging der Wolf mit dem Mensch die Welt erkunden. Der Wolf traf dann seinen Freund, den Tiger. Der Tiger sagte zum Wolf: „Was hast du denn da für ein seltsames Ding dabei? Das sieht ja süss aus.“ Der Wolf antwortete: „Das ist mein Sohn.“ Der Mensch fand so einen Freund, nämlich den Sohn des Tigers. Der Wolf und sein Sohn gingen häufig zum Tiger. Doch dann gingen sie auch einmal zum Grossvater, dem Frosch. Der Frosch hatte zwanzig Kinder. Der Wolf sagte: „Das ist mein Sohn.“

„Wie lange hast du ihn schon?“

„Bereits fünf Jahre.“

„Der hat schon rechte Muskeln!“

„Wie findest du übrigens den Namen Tarzan?“
„Der tönt sehr gut!“

„Der Name ist mir auf dem Weg hierher eingefallen.“

Sie gingen nach Hause und der Mensch war glücklich in seiner Familie und Gott sagte:

„ENDE GUT, ALLES GUT.“

 

 

Als die Welt noch jung war

Nico

Text zum schweizerischen Erzähltag vom 13. November 2009

 

An einem Tag wie jedem anderen dachte Gott: „Mir ist so langweilig, ich will kleine Lebewesen um mich!“ Gesagt, getan. Gott machte kleine Lebewesen, die wir heute Aliens oder Ausserirdische nennen. Die Zeit verging und die Ausserirdischen entwickelten sich. Doch mit der Zeit gingen sie Gott auf die Nerven, denn sie schwirrten mit ihren UFOs um seinen Kopf. Gott dachte nach, er dachte sehr lange nach. Nach sieben Monaten fiel ihm etwas ein und er sagte zu sich selbst: „Ich mache noch einen Planeten, auf dem die Lebewesen bleiben und wenn ich schon dabei bin, mache ich noch neun andere Planeten. Einer soll riesig werden und er soll allen anderen Planeten Wärme geben. Als das alles fertig war, liess Gott ein riesiges Ei herunterfallen. Als das Ei zerbrach, schlüpften zwei grüne, keine, niedliche, doch auch freche und bissige Dinos heraus. Dann geschah etwas Seltsames, es fing an zu regnen. Aber kein Wasser fiel, sondern riesige Eier. Von überall kamen sie geflogen. Wie ein Monsun kamen sie geflogen. Nach dem Eiermonsun herrschte ein riesiges Chaos. Es war totenstill, aber quiekte da nicht etwas? Doch, da, ganz leise, dann immer lauter und lauter. Und plötzlich quiekten alle so laut sie konnten. Und dann rannten die Kleinen so schnell wie sie konnten. Sie leckten sich und spielten zusammen. Nur eine Art wurde ausgestossen, der Tyrannosaurus Rex. Seither schwor er Rache zu nehmen. Aus den Affen wurden Menschen. Und so fort.


 

Als die Welt noch jung war

Tristan

Text zum schweizerischen Erzähltag vom 13. November 2009

 

Als die Welt noch jung war, rollte in Davos ein dicker und schwerer Baumstamm einen Hügel hinab. Der Baumstamm prallte an einen Felsen. Es fielen viele kleine Steinchen vom Felsen ab. Und die kleinen Steinchen wurden zu Menschen. Die Menschen begannen Häuser zu bauen. An einem Tag fing es an zu regnen, es wuchsen bald einmal Bäume, Gräser und Pflanzen. Aus einigen Pflanzen wuchsen Tiere. Eine Frau bekam ein Kind. Das Kind wuchs zum Mann, zog aus und fand eine Freundin. Und sie bekamen selbst Kinder. Es fiel einmal ein Stern vom Himmel. Nach einigen Monaten schlüpften aus den Zacken des Sternes Kinder. Nach vielen Jahren fiel wieder ein Stern und wieder schlüpften aus den Zacken Kinder. Und seither gibt es in Davos Menschen und Tiere.


 

Als die Welt noch jung war

Michelle V

Text zum schweizerischen Erzähltag vom 13. November 2009

 

Gott war ganz alleine. Er wünschte sich jemanden, mit dem er spielen konnte. Aber rund herum war alles leer. Eines Tages fiel ein Stern von irgendwo herunter. Der Stern war ziemlich gross und schwer. Er knallte mit einem Kometen zusammen und plötzlich war eine runde Kugel erschienen. Gott fragte sich, woher die Kugel wohl gekommen war. Er liess die Kugel aber sein. Die Sonne fand das aber nicht gut, sie fragte den Mond, ob er ihr helfen könnte. Aber der Mond sagte: „Nein.“ Die Sonne fragte ihn wieder und wieder, bis der Mond endlich nachgab und „Ja“ sagte. „Die Kugel muss schöner werden“, sagte die Sonne. Der Mond war damit nicht einverstanden und sagte zu Gott: „Die Sonne will mit dieser Kugel irgendetwas anstellen.“ Gott wollte aber nicht, dass irgendetwas passieren konnte und ging zur Sonne. Aber die Sonne war gar nicht erfreut über das, was Gott ihr zu sagen hatte. In ihrer Wut schickte sie ihre Sonnenstrahlen auf die Kugel los. Gott war verzweifelt, was sollte er nur machen! Er versuchte alles, um die Strahlen zu stoppen. Da gab es auf einmal einen lauten Knall und dort, wo eben noch das Nichts gewesen war, war plötzlich alles blau. Der Mond taufte die blaue Platte, die über allem war, „Himmel“. Aber die Sonnenstrahlen kamen immer näher und näher.

„Knall“.

Gott wollte schauen, ob die Kugel noch da war und zum guten Glück war die Kugel noch da. Aber nicht mehr so wie sie am Anfang gewesen war, sondern es floss etwas Blaues durch die Gräben. Und Gott nannte es „Wasser“ und es hatte braunes Material auf dem Boden. Er nannte es „Erde“ und überall wuchs etwas heraus. Ob gross oder klein, es wuchs überall etwas heran und er nannte es „Pflanzen“. Aber was sollte er mit dem machen. Er selbst war ja viel zu gross für all die schönen Dinge. Und er dachte nach. Der Mond sagte, man könnte ja zum Beispiel Tiere machen. Gott fragte, was „Tiere“ seien. Der Mond erklärte, was Tiere sind. Als der Mond fertig war mit Erklären, sagte Gott: „Können diese Tiere nicht all die Dinge zerstören?“
„Nein“, sagte der Mond, „im Gegenteil, sie helfen.“ Die Sonne kam hervor und sagte: „Die Menschen könnte man auch erschaffen.“ Gott fragte schon wieder, was Menschen denn seien. Auch die Sonne erklärte, was Menschen sind. Als erstes schuf Gott die Menschen und darauf die Tiere und noch viele andere Dinge. Die Menschen entwickelten sich immer weiter. Und von den Tieren gab es immer mehr und mehr. Es gab Krokodile, Elefanten, Vögel und so weiter. Es gab auch das grosse, weite Meer, wo all die Flüsse hinein flossen. Die Menschen erfanden Häuser, Maschinen, den Fernseher, den Gameboy. Und die Menschen fingen an, Pflanzen umzupflanzen, Mais, Gurken, Karotten, Kartoffeln und vieles mehr. All das nannten sie Nahrung. Sie erfanden auch viel modernere Häuser, so wie heute. Strassen erfanden sie und Autos, Velos, Motorräder. Man nahm auch Katzen und Hunde als Haustiere, Hühner, die Eier legten, Hunde die die Einbrecher fernhielten. Man erfand Schiffe, Boote, die auf den Flüssen und auf dem Meer fuhren. Autos, die auf den Strassen fahren, damit man schneller vorwärts kam. Und Flugzeuge, die durch die Luft fliegen. Und heutzutage gibt es auch die Schulen, wo ich jetzt gerade sitze und diese Geschichte schreibe.


 

Als die Welt noch jung war

Yvo

Text zum schweizerischen Erzähltag vom 13. November 2009

 

Es war einmal ein Drache. Er konnte sehr gut Feuer speien und lebte auf der Sonne. Er hatte einen Freund, der auf dem Mond lebte. Dieser Freund war ein Eisvogel. Er leuchtete in allen Farben und war so schön, wie man ihn noch nie gesehen hatte. Die zwei Freunde hatten nur ein Problem, ein einziges. Dem Drachen, der auf den Mond hätte fliegen können, war es dort zu kalt. Und dem Eisvogel war es zu warm auf der Sonne. Und darum konnten sie sich nicht besuchen. Eines Tages legte der Eisvogel ein Ei, der Drache wollte das Ei unbedingt sehen. Er überwand sich und flog auf den Mond. Als er dort angekommen war, wühlte er Staub auf. Er musste, weil er Staub in den Hals bekommen hatte, Feuer spucken. Der Eisvogel flog gerade noch rechtzeitig weg und vergass sein Ei. Es wurde versteinert. Dann legte sich der Staub wieder und der Drache hörte auf Feuer zu speien. Als der Eisvogel bemerkte, dass sein Ei versteinert war, wurde er traurig und es ergoss sich eine riesige Träne über das Ei. Daraus entstanden Seen und Meere. Das versteinerte Ei wuchs dennoch immer mehr. Dem Drachen wurde es zu kalt und er wollte auf die Sonne zurück. Doch der Eisvogel hielt ihn zurück und meinte: „Schau mal, dieses versteinerte Ei rollt vom Mond hinunter, merkst du es nicht? Mein versteinertes Ei hat ein Klima, das wir beide vertragen. Und es wächst immer noch. Hier können wir beide leben und es hat auch alles darauf, was wir brauchen. Wir können darauf leben und zusammen wohnen. Komm, wir müssen das Ei einholen!“

Und sie machten es so. Die Kugel rollte immer weiter, bis sie endlich stehen blieb. Der Drache und der Eisvogel tauften die Kugel „Erde“. Bald darauf fanden sie eine Höhle, die sie einrichteten und wo sie lebten. Der Eisvogel bekam noch mehr Eier, der Drache spuckte Feuer und die Eier versteinerten wieder. Sie rollten weg und wuchsen wieder. Die kleineren wurden zu Sternen und die grösseren zu Planeten. Dann erfanden die beiden Freunde Menschen und Tiere. Sie konnten aber nur auf der Erde Tiere und Menschen erfinden, weil es sonst kein Wasser gab. Sie leben noch heute in einer Höhle, tief in der Erde.

ENDE


 

Als die Welt noch jung war

Livio

Text zum schweizerischen Erzähltag vom 13. November 2009

 

Eines Tages kam Gott auf einem frisch gekauften Pferd angeritten. Das Pferd frass gemütlich sein Abendbrot, worauf es zum ersten Mal kacken musste. Und so dachte der leibe Gott, als er die Pferdeäpfel so betrachtete: „Diese Form des Kotes, so schön rund, damit kann ich sehr gut mein Projekt fertig stellen.“ Am nächsten Morgen machte er alle Planeten und die Erde. Einen Planet liess er wie der Kot sein, das war der Mars. Aber an der Erde wollte er Farben. Und er machte das Wasser, dann am nächsten Tag machte er Steine. Als er fertig war, liess er Lebewesen auf die Erde. Es waren Dinosaurier. Als es Gott dann zu langweilig wurde, machte er noch die Menschen. Die blieben für immer und ewig, weil sie Gott nie langweilten, denn sie erfanden immer wieder Neues.


 

Als die Welt noch jung war

Svenja

Text zum schweizerischen Erzähltag vom 13. November 2009

 

Gott flog ganz alleine durch das Weltall. Es war ihm ganz langweilig. Er dachte und dachte und dachte. Sechs Tage lang flog er und flog und dachte. Und am siebten Tag mochte er nicht mehr fliegen und schlief den ganzen Tag. Er schlief so sehr, dass er  nicht merkte, wie ein Buch um ihn herumflog. Als er wieder aufwachte, schien der Mond so hell, dass es ihn blendete. Er sagte ganz laut vor sich hin: „Dieser Tag heisst Montag, weil der Mond so schön scheint.“ Darauf legte er sich wieder schlafen. Als er am nächsten Morgen von der Sonne geweckt wurde, bemerkte er das Buch. Er öffnete es und entdeckte den Titel „Dienst“. Da sagte er zu sich, dass dieser  Tag heute Dienstag heissen müsse. Er schlug das Buch noch einige Male auf und als Titel kamen noch Schule, Hemd, Bank und Verben vor. Aber er las nicht mehr, was unter diesen Titeln stand. Er schlief wieder ein. Als er am nächsten Morgen aufwachte, dachte er, er nenne diesen Tag „Mittwoch“. Er flog den ganzen Tag über im Weltall umher und überlegte. Er flog und dachte und dachte. Am Abend konnte er lange nicht einschlafen. Als er am nächsten Tag weder aufwachte, da krachte es laut. Gott nannte das Krachen „Donner“ und den Tag nannte er  natürlich „Donnerstag“. Auch an diesem Tag flog er und dachte nach. Als er wieder zu Bett ging, nahm er das Buch hervor und schlug es neugierig auf. Er las den Titel „Gott und die Erde“. Er las und las, die Zeit verging. Sicher an die zehntausend Mal las er diese Seite. Eine Minute verging, zwei Minuten, vergingen, eine Stunde, zwei Stunden und die ganze Nacht verging. Dann flog er wieder und dachte nach, bis es ihm einfiel, dass er diesem Tag noch keinen Namen gegeben hatte. Er dachte aber, dass von frei machen an diesem Tage keine Rede sein konnte. Und so nannte er den Tag „Freitag“ und ging zu Bett. Zwei ganze Tag blieb er im Bett und dachte nach. Den zwei Tagen gab er schliesslich die Namen „Samstag“ und „Sonntag“. Am Montag darauf erschuf er in genau sechs Tagen die Welt. Er nahm einen grossen Planeten und sorgte dafür, dass Menschen und Tiere darauf leben konnten. Er las den Spreuch, der im Buch stand und zauberte zwei Menschen hervor. Genauer gesagt, ein Mädchen und einen Jungen. Er gab ihnen zu essen und zu trinken. Die Kinder taufte er Hans und Annabeth. Die Kinder wurden gross und bekamen auch Kinder. Aber zauberte auch noch Tiere her. Von jedem zwei junge Tiere, zwei Giraffenbabys und und und... Das war die Schöpfung.


 

Als die Welt noch jung war

Jeannine B

Text zum schweizerischen Erzähltag vom 13. November 2009

 

Es lebte als erstes nur Gott und sonst nichts. Aber plötzlich sah Gott einen Hund und eine Katze spazieren. Dann fragte er den Hund und die Katze: „Woher kommt denn ihr?“ Darauf antworteten sie: „Wir wissen es auch nicht. Plötzlich waren wir auf der Erde.“ Von nun an leben sie zusammen für einige Jahre. Einmal sagte der Hund: „Wir könnten einen Planeten machen.“ Sie arbeiteten ein Jahr lang, dann war der Planet endlich fertig. Sie überlegten, wie sie den Planeten heissen könnten. Endlich sagten sie zueinander: „Wir könnten ihn Mars taufen.“ Damit waren alle einverstanden. Nach einigen Jahren sagte Gott: „Wir könnten wieder einmal einen Planeten bauen. Und ich habe auch schon einen Namen dafür: Venus!“ Sie arbeiteten dran. So ging es weiter und weiter, bis sie sehr viele Planeten hatten. Da sagte Gott: „Wir könnten jetzt noch einen Planeten machen, mehr hat nicht mehr Platz.“ Sie arbeiteten sechs Tage lang und der siebte Tag war der Ruhetag. Sie schliefen alle tief und fest. Am nächsten Tag überlegten sie, was sie mit dem Planeten machen könnten. Sie überlegten und überlegten. Plötzlich sagte die Katze, sie könnten ja Menschen und Pflanzen, Tiereund noch viele andere Dinge erbauen. Den Planeten würde sie aber Erde taufen. Alle waren einverstanden. Sie erschufen Menschen, Tiere und Pflanzen. Aber plötzlich war alles wieder weg. Sie konnten so viel suchen wie sie wollten. Sie fanden nichts. Es vergingen mehrere Jahre. Plötzlich rief Gott: „Ich habe die Erde gefunden, ich bin ein Held.“ Sie gingen auf die Erde, aber nichts mehr war dort, die Menschen, die Pflanzen, die Tiere, alles war fort und verschwunden. Sie mussten alles noch einmal von vorne beginnen. Sie waren fertig, also, die Menschen waren eigentlich Affenmenschen. Es kamen immer mehr Leute auf die Welt. Die Welt wurde moderner und moderner. De Menschen merkten, dass die alten Leute auch sterben konnten. Plötzlich machte ein Mensch einen Vorschlag, sie könnten ja verschiedene Sprachen lernen. So machten sie es und die Zeit verging. Da machte ein Mensch den Vorschlag, sie könnten ja zu jeder Sprache ein Land dazu machen. So vergingen wieder einige Tausend Jahre. Es starben immer mehr Menschen und kamen immer mehr zur Welt. Endlich bemerkten die Menschen, dass es Mädchen, Jungen, Männer und zum Schluss Frauen gab. Und dass die Männer und Frauen erwachsene und grosse Leute waren und die Mädchen und die Jungen kleine Leute sind. Sie merkten, dass man die einen Tiere zu Hause halten konnte und die einen auch nicht. Zum Schluss war die Welt endlich so, wie sie jetzt bei uns ist.


 

Als die Welt noch jung war

Sherif

Text zum schweizerischen Erzähltag vom 13. November 2009

 

Als die Welt noch jung war, war sie klein. Es gab nicht so viele Planeten, es gab wenige Menschen, aber zum Glück viele Tiere. Die Menschen brauchten die Tiere, weil sie nicht ohne Tiere leben konnten. Umgekehrt konnten die Tiere nicht ohne die Menschen leben, beispielsweise bei schweren Krankheiten. So ist die Welt eingerichtet, man kann nichts dagegen tun. Aber dann begann die Welt zu wachsen, weil die Menschen die Tiere zu schlachten begannen. So gab es immer mehr Menschen und weniger Tiere. Die Menschen bauten Häuser und die Tiere versteckten sich. Sie hatten vor den vielen Häusern Agst. Aber die Menschen bauten immer noch mehr Häuser, bis es zuletzt keinen Platz mehr hatte. Sie machten auch Länder auf der ganzen Welt, wo sie überall Häuser hinstellten.


 

Als die Welt noch jung war

Johanna

Text zum schweizerischen Erzähltag vom 13. November 2009

 

Am Anfang war Gott ganz allein und traurig. Er wollte die Erde erschaffen und überlegte lange. Er sagte sich: „Ich erschaffe die Tiere und alles, was es braucht.“ Also machte er eine Wurzel und steckte sie in die Erde. Gott schaute gut zur Wurzel, bis daraus ein Baum wuchs. Er nahm ein Blatt vom Baum und machte daraus Wiesen und Felder. Er schuf auch einen Ball und knetete daraus eine Blume. Aus ein wenig Erde und Lehm schuf er die Menschen. Er machte die Tiere und ein Tier im Wasser bekam Junge. Und aus den Jungen wurden Tintenfische und Delfine und Fische. Ach, ich kann es gar nicht alles aufzählen. Die Tiere, die nicht im Wasser waren, machte Gott aus Gras. So war Gott nicht mehr einsam, weil er Menschen und Tiere hatte. Das war meine Geschichte.


 

Als die Welt noch jung war

Liza

Text zum schweizerischen Erzähltag vom 13. November 2009

 

Es gab einmal einen Baum. Plötzlich flog ein Blatt herab. Als es die Erde berührte, verwandelte es sich in einen Menschen. Und immer mehr Blätter wurden zu Menschen. Als Gott das sah, ging er dorthin. Gott sah, dass er nicht mehr alleine war und freute sich sehr, dass es noch mehr Menschen gab. Obwohl er kein Mensch ist, hatte er sie lieb und schloss sie in sein Herz. Er wünschte sich noch mehr Bäume. Ein Jahr verging, er wartete und wartete. Zwei Jahre vergingen. Plötzlich kamen noch mehr Bäume. Wieder flog ein Blatt herunter, doch es gab keinen Menschen, sondern ein Tier entstand. Und immer mehr Tiere kamen. Gott bekam auch die Tiere lieb. Plötzlich hatten die Menschen eine Sprache. Nicht Deutsch, sondern Englisch. Sie hatten auch Gott lieb, so wie Gott die Menschen. Auf einmal fingen sie an Häuser zu bauen. Sie machten Kinder. Aber es dauerte nur zwei Monate, bis das Kind kam. Und plötzlich bauten sie Städte und Dörfer. Und sie fingen an Deutsch und Französisch zu sprechen. Gott ging in den Himmel und blieb dort. Doch er hatte es sehr gut gefunden, dass es Menschen, Tiere und Pflanzen auf der Welt gegeben hatte.


 

Als die Welt noch jung war

Dario

Text zum schweizerischen Erzähltag vom 13. November 2009

 

Es war einmal eine Sonne. Die Sonne war sehr traurig, weil sie immer alleine war. Da dachte sich die Sonne, sie könnte ja Kinder auf die Welt bringen. Nach einem Jahr bekam sie ganz viele Kinder. Es waren aber alles Sterne. So viele Sterne waren es, dass sich die jungen Sterne im ganzen Universum verbreiten konnten. Der Sonne war es jetzt eine Zeit lang nicht mehr langweilig. Sie sagte dann aber, nur Sterne, das sei auch langweilig. Deshalb wollte sie noch mehr Kinder bekommen. Sie hatte auch immer zu heiss. Darum wollte sie etwas Kaltes. Die Sonne wünschte sich einen Mond. Wieder bekam sie ganz viele Kinder. Nur, es war kein Mond dabei. Dafür waren es ganz viele Planeten. Einer davon war die Welt, einer hiess Mars, ein anderer war Pluto und so weiter. Das machte die Sonne wieder glücklich, ausser, dass es ihr immer noch zu heiss war. Die Sonne bekam noch ein Kind. Diesmal war es endlich ein Mond. Endlich war es angenehm kühl. Nirgends konnten Menschen leben ausser auf der Welt. Weil es dort einen Luftkreis gab. Dann entstanden Menschen auf der Welt. Es gab verschiedene Länder. Zum Beispiel die Schweiz, Schwden, England und immer noch mehr Länder. Die Menschen fanden aber heraus, dass es ausserhalb der Welt och Aliens geben könnte. Die Sonne bekam unterdessen noch mehr Kinder. Diese Kinder waren Tiere. Das Dumme war nur, dass auch diese Tierkinder nur auf der Erde leben konnten. Weil die Tiere auch Luft brauchten wie die Menschen. So erfanden die Menschen, wie man Häuser bauen konnte. Die Menschen erfanden immer mehr Dinge, sie erfuhren auch, dass es keine Aliens gibt.


Als die Welt noch jung war

Fabio

Text zum schweizerischen Erzähltag vom 13. November 2009

 

Als die Welt noch jung war, hatte Gott einen Bruder. Gott und sein Bruder hatten einmal Streit. Gott wurde bei diesem Streit so wütend, dass er einen Wirbelsturm beschwörte. Der Wirbelsturm riss dem Bruder von Gott einige Haare aus. Aus den Haaren wurden Tausende von Galaxien. Im Laufe der Jahre formten sich Bälle in den Galaxien, daraus wurden Planeten. Irgendwann wurde Gott einsam. Er überlegte sich, was er dagegen tun könnte. Es kam ihm eine Idee. Er erschuf Lebewesen und schickte sie auf einen der Planeten. So erschuf Gott Tiere, Menschen und Vögel.

ENDE


 

Als die Welt noch jung war

Jacqueline

Text zum schweizerischen Erzähltag vom 13. November 2009

 

Am Anfang waren nur ein Wunschbrunnen und ein Männlein. Das Männlein besass zwölf Wunschsteine. Mit den Wunschsteinen konnte sich das Männlein zwölf Wünsche erfüllen. Zuerst wünschte es sich Bäume, dann mit dem zweiten Stein Pflanzen, beim dritten die Steine, beim vierten die Menschen und die Tiere. Und so fort. Es dauerte aber eine Woche, bis die Wünsche in Erfüllung gingen. Das Männlein fühlte sich schrecklich alleine in diesen sieben Tagen. Es fühlte sich nicht nur alleine, es war auch schrecklich allein. Es kam ihm die Zeit viel länger vor als nur eine Woche. In dieser Zeit hockte das Männlein nur vor dem Brunnen, es ass nichts und trank nur ab und zu ein wenig Wasser vom Brunnen. Einmal, als es vom Brunnen trank, kam plötzlich Sirup aus der Brunnenröhre geflossen. Das Männlein glaubte es kaum. Dann wollte es nochmals versuchen, doch da kam nicht mehr Sirup, sondern Apfelmost. Jeden Tag beschäftigte es sich damit, die verschiedenen Getränke auszuprobieren. E schrieb auch auf, wie die Getränke hiessen. Plötzlich war die Zeit gekommen. Menschen und Tiere erschienen, Pflanzen wuchsen und Bäume kamen. Von nun an war das Männlein sehr glücklich.


 

Als die Welt noch jung war

Michelle Z

Text zum schweizerischen Erzähltag vom 13. November 2009

 

Es waren einmal eine Frau und ein Mann, die aus einem Dinosaurierei geschlüpft waren, als die Dinosaurier bereits ausgestorben waren. Die zwei Personen heirateten und kriegten Kinder, ein Mädchen und einen Jungen. Das Mädchen hiess Leila, der Junge Jonathan. Die Eltern hiessen Lilo und Jonas. Plötzlich starben die Eltern, als sie schon hundert Jahre alt waren. Die Kinder überlegten. „Es ist langweilig, alleine hier zu sein“, sagte Leila. Jonathan musste ihr Recht geben. Also machten sie sich auf die Suche nach anderen Kindern. Als es Abend wurde, sagte Jonathan zu Leila: „Ich glaube, wir sollten uns einen gemütlichen Platz suchen, es ist schon spät geworden.“ Leila nickte und bald fanden sie einen Stall, in dem alles voller Heu war. Leila sagte: „Legen wir uns da doch hinein, das sieht gemütlich und bequem aus.“ Sie schliefen gleich ein. Am nächsten Morgen, als sie aufstehen wollten, leckte sie eine Kuh am Kopf. Jonathan staunte und sagte: „Hei, Leila, hast du das gesehen? Ein seltsames Lebewesen, weißt du, wie das heisst?“ Sie antwortete: „Nein. Ich wollte dich gerade fragen.“ Da muhte die Kuh laut und die Kinder erschraken. Darauf meinte Leila: „Du, Jonathan, das Lebewesen hat gerade mit uns geredet.“ Jonathan sagte: „Ja, es hat Muh gesagt. Weißt du was? Wir nennen es einfach Kuh.“

„Ja, genau, eine Kuh.“

Also sagten sie der Kuh auf Wiedersehen und gingen aus dem Stall. Als sie draussen waren, war alles anders als vorhin. Leila dachte, sie könnten zaubern. Das konnten sie auch, danach zauberten sie viele Tiere. Löwen, Tiger, Hühner, Hasen und so weiter. Sie gaben jedem Tier einen anderen Namen. Und dann entdeckten sie Samen, Blumensamen. Sie vergruben die Samen unter der Erde. Nach einer Woche tauchten Blumen auf. Jonathan und Leila vergruben immer mehr Samen. Sie erfanden auch Gräser. Und als sie keine Idee mehr hatten, dachten sie an den Stall. Danach zauberten sie Beton her und bauten Häuser. Als sie Hunderte von Häusern gebaut hatten, sagte Leila: „Und wer soll darin wohnen?“ Jonathan sagte: „Wir zaubern Menschen und Kinder.“ Es war schon spät geworden. Sie gingen nach Hause. Am nächsten Morgen standen sie früh auf, um zu sehen, ob alles so war wie es noch gestern gewesen war.


 

Als die Welt noch jung war

Pascal

Text zum schweizerischen Erzähltag vom 13. November 2009

 

Es war einmal ein kleines Geisslein. Das lebte ganz alleine auf einer Alp. Es frass jeden Tag die frischesten Grasbüschel von der Wiese weg. Die ersten drei Jahre gefiel es ihm sehr gut. Als es einmal Geburtstag hatte, fühlte es sich einsam. Es beschloss von der Alp auszuwandern und lief hinunter zum See. Als es ins Wasser schaute, dachte es: „Wieso gibt es im Wasser keine Tiere?“ Es ging um den See herum und entdeckte ein kleines Loch. Als es seine Pfoten anschaute, sah es zwei kleine Wesen mit zwei Beinen dastehen. Diese zwei Wesen starrten das Geisslein verwundert an. Das Geisslein begrüsste die kleinen Wesen freundlich. Die kleinen Wesen sagten: „Wir sind Zwerge, und du?“

„Ich bin eine Ziege. Ich bin froh, dass ich nicht mehr alleine bin“, sagte das Geisslein. „Ich kann euch ja mal meine Alp zeigen.“ Sie wurden Freunde und aus den Zwergen wurden Menschen. Von diesem Tag an stellte sich das Geisslein jeden Tag in das kleine Loch und so entstand jeden Tag eine neue Tierart. Nun war die Welt mit Lebewesen gefüllt und das Geisslein fühlte sich nicht mehr einsam. So entstanden die Lebewesen auf der Erde.


 

 

Als die Welt noch jung war

Adrienne

Text zum schweizerischen Erzähltag vom 13. November 2009

f
Adrienne war leider krank und konnte keinen Text schreiben.