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Die drei Hauptpersonen: Preisverleiherin Cristina Märki, Vorleserin Andrea Schindler, Illustratorin Corinne Schroff

Der Hauptpreis wird bewundert! Eisvogel und Drache entstehen direkt vor dem Publikum - spannend!

Hier geht es zu allen Texten, die wir zum Thema ALS DIE WELT NOCH JUNG WAR geschrieben haben! Und hier kann man unsere Meinung zum Erzähltag nachlesen.

Hier sind die Gewinnertexte aus unserer Klasse:

Yvo und Jannine auf Platz 1 und 2! Dazu Nico, der mit seiner Geschichte unter den ersten Sechs landete.

Yvo gewinnt den Hauptpreis mit diesem tollen Text:

Es war einmal ein Drache. Er konnte sehr gut Feuer speien und lebte auf der Sonne. Er hatte einen Freund, der auf dem Mond lebte. Dieser Freund war ein Eisvogel. Er leuchtete in allen Farben und war so schön, wie man ihn noch nie gesehen hatte. Die zwei Freunde hatten nur ein Problem, ein einziges. Dem Drachen, der auf den Mond hätte fliegen können, war es dort zu kalt. Und dem Eisvogel war es zu warm auf der Sonne. Und darum konnten sie sich nicht besuchen. Eines Tages legte der Eisvogel ein Ei, der Drache wollte das Ei unbedingt sehen. Er überwand sich und flog auf den Mond. Als er dort angekommen war, wühlte er Staub auf. Er musste, weil er Staub in den Hals bekommen hatte, Feuer spucken. Der Eisvogel flog gerade noch rechtzeitig weg und vergass sein Ei. Es wurde versteinert. Dann legte sich der Staub wieder und der Drache hörte auf Feuer zu speien. Als der Eisvogel bemerkte, dass sein Ei versteinert war, wurde er traurig und es ergoss sich eine riesige Träne über das Ei. Daraus entstanden Seen und Meere. Das versteinerte Ei wuchs dennoch immer mehr. Dem Drachen wurde es zu kalt und er wollte auf die Sonne zurück. Doch der Eisvogel hielt ihn zurück und meinte: „Schau mal, dieses versteinerte Ei rollt vom Mond hinunter, merkst du es nicht? Mein versteinertes Ei hat ein Klima, das wir beide vertragen. Und es wächst immer noch. Hier können wir beide leben und es hat auch alles darauf, was wir brauchen. Wir können darauf leben und zusammen wohnen. Komm, wir müssen das Ei einholen!“

Und sie machten es so. Die Kugel rollte immer weiter, bis sie endlich stehen blieb. Der Drache und der Eisvogel tauften die Kugel „Erde“. Bald darauf fanden sie eine Höhle, die sie einrichteten und wo sie lebten. Der Eisvogel bekam noch mehr Eier, der Drache spuckte Feuer und die Eier versteinerten wieder. Sie rollten weg und wuchsen wieder. Die kleineren wurden zu Sternen und die grösseren zu Planeten. Dann erfanden die beiden Freunde Menschen und Tiere. Sie konnten aber nur auf der Erde Tiere und Menschen erfinden, weil es sonst kein Wasser gab. Sie leben noch heute in einer Höhle, tief in der Erde.

ENDE

Und das ist der Hauptpreis - eine professionelle Illustration der "Papa Moll"-Zeichnerin Corinne Schroff:

Jannine Rüegg hat den zweiten Platz von 46 Viertklasstexten geschafft mit dieser Geschichte:

Es war einmal ein Glühwürmchen, das war ganz nett und konnte sich auch gut benehmen. Es wohnte auf der Milchstrasse. Es hatte einen magischen Rucksack und besass einen Zauberstab. Mit dem Rucksack konnte es sehr viel machen, zum Beispiel hatte es ein Sandwich darin, aber ein sehr kleines, das konnte das Glühwürmchen dann gross zaubern. Das Glühwürmchen hatte auch eine Freundin, sie hiess Venus. Die Venus und das Glühwürmchen verstanden sich gut. Eines Tages nahm das Glühwürmchen etwa fünf Fussbälle aus dem Rucksack und zauberte sie gross. Es nannte die Bälle so: Pluto, Saturn, Erde, Mond, Uranus, Jupiter. Danach reiste das Glühwürmchen zu allen Planeten und machte sich Notizen. Als es zur Erde kam, fand es, dass sie ganz leer und dunkel war. So verstreute das Glühwürmchen seinen Glühsand und daraus wurde die Sonne. Dann zauberte es  noch Sterne. Plötzlich entdeckte es eine Sternschnuppe und es wünschte sich einen Freund, der auch zaubern konnte. Und tatsächlich tauchte neben ihm noch ein Glühwürmchen auf, das auch zaubern konnte. So zauberten die beiden einen Garten mit Bäumen und Blumen, Felder mit Getreidearten und Tiere. Nun zauberten sie noch ihre Spucke gross und machten daraus die Meere. Zum Schluss zauberte das Glühwürmchen noch einen Mann in ein Haus hinein. Dieser Mann war aber so traurig, weil er alleine war. Und darum zauberte es noch eine Frau. Die beiden Menschen hatten Kinder, die Kinder hatten wieder Kinder und so wurde es ein riesiger Stamm. Die Menschen bauten Häuser und erfanden CD, Video, Fernseher und noch vieles andere. Aber dann mussten sie allen Tieren noch Namen geben und das war nicht so einfach. Endlich aber sassen die drei Freunde, die Glühwürmchen und die Venus, zusammen an einem Tisch und tranken Kaffee. Wieder tauchte eine Sternschnuppe auf und alle drei wünschten sich das gleiche, nämlich, dass sie immer Freunde bleiben würden und dass alle Menschen Freude am Leben haben können.

Und Nicos Geschichte schaffte es auf die Liste der sechs ausgewählten Texte, die an der feierlichen Preisverleihung erwähnt wurden:

An einem Tag wie jedem anderen dachte Gott: „Mir ist so langweilig, ich will kleine Lebewesen um mich!“ Gesagt, getan. Gott machte kleine Lebewesen, die wir heute Aliens oder Ausserirdische nennen. Die Zeit verging und die Ausserirdischen entwickelten sich. Doch mit der Zeit gingen sie Gott auf die Nerven, denn sie schwirrten mit ihren UFOs um seinen Kopf. Gott dachte nach, er dachte sehr lange nach. Nach sieben Monaten fiel ihm etwas ein und er sagte zu sich selbst: „Ich mache noch einen Planeten, auf dem die Lebewesen bleiben und wenn ich schon dabei bin, mache ich noch neun andere Planeten. Einer soll riesig werden und er soll allen anderen Planeten Wärme geben. Als das alles fertig war, liess Gott ein riesiges Ei herunterfallen. Als das Ei zerbrach, schlüpften zwei grüne, keine, niedliche, doch auch freche und bissige Dinos heraus. Dann geschah etwas Seltsames, es fing an zu regnen. Aber kein Wasser fiel, sondern riesige Eier. Von überall kamen sie geflogen. Wie ein Monsun kamen sie geflogen. Nach dem Eiermonsun herrschte ein riesiges Chaos. Es war totenstill, aber quiekte da nicht etwas? Doch, da, ganz leise, dann immer lauter und lauter. Und plötzlich quiekten alle so laut sie konnten. Und dann rannten die Kleinen so schnell wie sie konnten. Sie leckten sich und spielten zusammen. Nur eine Art wurde ausgestossen, der Tyrannosaurus Rex. Seither schwor er Rache zu nehmen. Aus den Affen wurden Menschen. Und so fort.